Archiv der Kategorie: Schilddrüse

Hillary Clinton: Hashimoto-Patientin mit Schilddrüsenextrakttherapie

Wenn es um Schilddrüsenhormonersatz geht, kennt die Fachwelt nur L-Thyroxin. Nahezu alle Studien werden mit diesem synthetischen Hormon durchgeführt, das von der Pharmaindustrie für einige Cent im Labor hergestellt werden kann. Zwar weiß man längst, dass über 30 Hormone in einer gesunden Schilddrüse gebildet werden und Bedeutung für den Körper haben, und dass viele Menschen, die nach einer OP etwa komplett auf Schilddrüsenhormone angewiesen sind, diese zahlreichen Hormone nicht aus dem Vorhormon L-Thyroxin bilden können. Doch wirklich kümmert das nur wenige Ärzte, von denen sich das Gros darauf beschränkt,bei Substitutionsbedarf  L-Thyroxin zu verschreiben und Patientinnen, die damit nicht zufrieden sind, und über anhaltende Beschwerden trotz „perfektem TSH“ klagen, als depressiv abkanzeln.

Hillary Clinton, die derzeitige Kandidatin für das amerikanische Präsidentenamt, hat diesen Weg nicht mitgemacht, wie aus einem Brief hervorgeht, den sie im Juli 2015 bezüglich ihrer Gesundheit veröffentlichte. Sie betreibt seit Jahren ihren Schilddrüsenhormonersatz mit Armour Thyroid, das ist Schilddrüsenextrakt vom Schwein, das von der Firma Forest Pharmaceuticals angeboten wird, die es schon vor über 100 Jahren gab, und die vor einigen Jahren in die Medien kam, weil eine Medikamentenlobby darauf drängte, dieses Produkt zu verbieten. Man könne nie garantieren, dass es nicht mit eine Krankheitserreger verseucht sei, man wisse nie genau, welche Schilddrüsenhormone in welcher Konzentration darin vorliegen würden, es sei nicht haltbar, und vieles andere mehr wurde bemängelt. Dieses altmodische Produkt müsse endlich vom Markt verschwinden, so die Stimmen der medizinischen Ankläger. Tatsächlich wurde Armour Thyroid einige Wochen lang auf Lieferstopp gesetzt und Millionen Packungen wurden aus dem Handel zurückgezogen. Dann aber war Armour Thyroid plötzlich wieder lieferbar und bildet seither nebst vielen anderen Produkten mit Schilddrüsenextrakt eine medizinische Alternative zu L-Thyroxin, die Hunderttausende Patientinnen weltweit wahrnehmen. Wie es zu dieser Rückkehr der Arznei kam, wurde in den Medien nicht kommuniziert, aber es gibt seither die Auflage, man möge Schilddrüsenextrakt nach der US-Pharmacopeia herstellen, einer Non-Profit-Organisation, die Richtlinien der Arzneimittelproduktion verfasst. Es ist eine so strenge Bestimmung, dass sie nur ein Rohstofflieferant weltweit, American Medical Services, erfüllen kann. So wurde durch eine Intrige ein Monopol geschaffen, das seither jeden Anbieter von Schilddrüsenextrakt beliefert. Die Qualität von Armour Thyroid und anderen Produkten mit Schilddrüsenextrakt, darunter auch Thyreogland der Klösterl-Apotheke in München und die Thyroid Hormonkapseln der Receptura Apotheke in Frankfurt am Main, scheint gut zu sein, doch angenehm ist diese Situation nicht, denn AMS scheint auch eine sehr zurückhaltende Kommunikation mit den Medien zu pflegen und gibt eigentlich nur die Information heraus, es würde „tierische Schilddrüse“ verwendet, vermutlich von amerikanischen Schlachtschweinen, die mit Getreide gefüttert wurden.

Hillary Clinton scheint seit langer Zeit als Patienten von diesem Produkt zu profitieren. Wer es ihr empfohlen hat, wissen wir nicht. Ihre Ärztin scheint das Rezept dafür auszustellen. Der Schilddrüsenarzt sieht hier vor dem inneren Auge den wahrscheinlichen Werdegang: Eine Frau, die nach der Geburt des einzigen Kindes erhöhte TPO-Antikörper hat und eine Schilddrüsenschwäche durch Hashimoto-Thyreoiditis erlebt. Eine Frau, die sich jahrelang mit L-Thyroxin als Therapie herumquält. Irgendwann einmal eine andere Frau trifft, die längst mit Erfolg Schilddrüsenextrakt verwendet, und seither wieder eine zufriedenstellende Gesundheit hat. Dann der Schritt zu ihrer Ärztin: Ich will auch Schilddrüsenextrakt haben. Die winkt ab oder warnt vor den Folgen. Nein, sagt Patientin Hillary Clinton, ich will es trotzdem versuchen. Und sie versucht es und ist damit zufrieden. Sie merkt, dass Schilddrüsenextrakt eine runde, umfassende Form des Hormonersatzes ist, unter dem man sich wieder so fühlt wie früher. Und sie bleibt dabei. Trotz abfälliger Bemerkungen, trotz Stirnrunzeln anderer Ärzte.

All das sind Spekulationen, aber dass Mrs. Clinton diese Medikation von ihrer Ärztin bekannt machen lässt (nebst dem auch „altmodischen“ Coumadin als Blutverdünner), spricht dafür, dass sie offen dazu steht und mit dieser Medikation zufrieden ist. Leicht wird ihr diese Entscheidung zur Ehrlichkeit in einem Wahlkampf, der von Untergriffen lebt, nicht gemacht. Es dauerte zwar ein Jahr, bis ihr politischer Gegner das Thema aufgreifen ließ, doch dann tönte es vielerorts in den Medien: Ihre Gesundheit sei in Gefahr, sie verwende eine Arznei aus den 1950er Jahren, die nachweislich in seltenen Fällen sogar Stürze hervorrufen könne, so hätte sie sich ihre Schädelprellung und Hirnblutung 2011 zugezogen … letzteres behauptete ein Dr. Drew, ein populärer Fernseharzt, dem kurz darauf, nebenbei bemerkt, gekündigt wurde, weil er öffentliche Ferndiagnosen machte. Seine Behauptung, es handle sich bei Armour Thyroid um eine alte Arznei, war sicherlich richtig, dass sie aber vom wissenschaftlichen Standard überholt worden sei, ist nur insofern korrekt, als man Schilddrüsenextrakt damals ignorierte und Studien fortan mit L-Thyroxin machte. Zumindest war das so bis in das Jahr 2012, wo Dr. Hoang am Walter Reed Hospital mit Armeeangehörigen den ersten Direktvergleich zwischen L-Thyroxin und Schilddrüsenextrakt durchführte, der jemals unternommen worden war. Das Ergebnis: Ein Großteil der Untersuchten bevorzugten Schilddrüsenextrakt, fühlten sich darunter besser und  viele verloren auch ein paar Kilogramm Gewicht. Dieser Vergleich wäre nach meiner Erfahrung noch deutlicher ausgefallen, wenn man Menschen mit sehr kranker oder fehlender Schilddrüse ausgewählt hätte. Dort, wo keine gesunde Restschilddrüse vorhanden ist, die fehlende Hormone hinzufügen kann, ist die Notwendigkeit für die Verordnung von Schilddrüsenextrakt noch ungleich größer. Hingegen gibt es keine Studie, die festgestellt hätte, dass eine Sturzneigung unter Extrakt bestehen würde. Tatsächlich sind Schwindel und Schwäche unter L-Thyroxin weit häufiger zu finden, wie diese Studie zeigte. Da hat Dr. Drew geflunkert.

Es stimmt also nicht, dass Schilddrüsenextrakt obsolet wäre, nein, es ist ganz im Gegenteil wahrscheinlich das bessere Präparat. Man erkennt das allein daran, dass die Menschen mit Schilddrüsenschwäche längst mit den Füßen abstimmen. Sie suchen sich Ärzte, die Schilddrüsenextrakt verschreiben. Zehntausende in Deutschland nehmen längst mit Erfolg und Überzeugung Schilddrüsenextrakt. Es sind zu einem großen Teil informierte und wohlhabende Menschen, die Schilddrüsenextrakt als Hormonersatz auch gerne von ihrer Privatversicherung ersetzt bekommen, während die gesetzliche Krankenkasse die übrige an Schilddrüsenschwäche leidende Bevölkerung mit L-Thyroxin abspeisen möchte. Da kann der wissenschaftliche Kenntnisstand diese Verordnungspraxis ruhig in Frage stellen, sie wird nur mit Widerstand geändert werden. Es geht hier um hunderte Millionen mögliche Kosten für die Kassen, wenn man Schilddrüsenextrakt allgemein verfügbar machen würde. Aber man würde sich auch viele Folgekosten für andere Arzneien ersparen, so auch einen Großteil der Antidepressiva, die unter L-Thyroxin oft notwendig sind.

Hillary Clinton gehört heute schon in die Klasse der Privilegierten, die dieses bessere Präparat mit Tagestherapiekosten von 1-2 EUR erhalten kann und es sich auch leisten kann. Sie scheint mit dieser Medikation gut zu fahren, wie man so sagt, und so geht es glücklicherweise auch vielen Menschen, die diese Form des Hormonersatzes kennen lernen dürfen.

(Lesen Sie mehr in meinem ebook „Schilddrüsengold„, erhältlich unter ebooks-rieger.de oder in Ihrer Buchhandlung)

Das erste Thyrovanz-Debakel

Ich bin als ganzheitlich arbeitender Internist sehr daran interessiert, einen umfassenden und für Schilddrüsenpatienten hilfreichen, heilenden Hormonersatz anzubieten. Schließlich kamen schon tausende Patientinnen mit langjähriger L-Thyroxin-Therapie und zahlreichen Beschwerden und ohne Heilungsverlauf bei Hashimoto-Thyreoiditis zu mir mit dem Wunsch nach einer Alternative. Für die meisten von ihnen war Schilddrüsenextrakt vom Schwein, damals noch von polnischen Schlachtschweinen, eine gesunde und gute Alternative. Einige von ihnen wollten keine „Schweinehormone“, andere können aufgrund ihrer Lebenseinstellung oder Religion keine Produkte vom Schwein als Arzneien verwenden. Seit diesem Jahr gab es eine herrliche Alternative: Schilddrüsenextrakt von frei laufenden Weiderindern in Neuseeland, ein Land, in dem es keine Gentechnik gibt und kein BSE. Sie liefern tatsächlich gesunde Schilddrüsen für die Verarbeitung zu Schilddrüsenextrakt, das man biologisch nennen kann und auch, wie so oft von Patientinnen angesprochen, von „glücklichen Tieren“.

Die Firma Thyrovanz (thyrovanz.com), entstanden auf Initiative von Schilddrüsenkranken hin, die möglichst hochwertiges Schilddrüsenextrakt verwenden wollen, hat diese Rinderschilddrüsen seit einigen Jahren in Neuseeland gesammelt, sie nach den Vereinigten Staaten verschifft, nach den Vorgaben der US Pharmacopeia zubereitet und zum weltweiten Versand angeboten für einen sehr niedrigen Preis. Dieser konnte nur entstehen, weil man sich entschlossen hat, verordnende Ärzte und Apotheken aus dem Vertrieb draußen zu lassen, und direkt den Extrakt zu verschicken mit dem Etikett „Nahrungsergänzungsmittel“.

Tolle Idee. Für meine Patienten in Österreich und Deutschland wurde daraus aber leider im Juli und August 2016  ein Debakel. Es ist nach den Zollrichtlinien der EU nicht möglich, „tierische Produkte“ einfach so einzuführen. Es ist illegal. So kam es, wie es kommen musste. Manche Packungen „rutschten durch“, andere wurden akribisch beäugt mit zahlreichen Rückfragen, sodass wochenlange Verzögerungen bei der Auslieferung entstanden. Und in einigen Fällen wurde sogar zur Vernichtung des Extrakts durch den Zoll geschritten, und sehr selten zur Rücksendung der Packung nach den USA. Wo letzeres geschah, hat die Firma Thyrovanz Schadensersatz geleistet. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle blieben die Kunden auf den Kosten sitzen. Sie warteten wochenlang auf Hormone, die sie brauchten und nach denen sie fieberten, da sie von L-Thyroxin & Co. die Nase voll hatten. Diese Hoffnungen wurden enttäuscht, und zusätzlich blieben sie auf den Kosten sitzen. Die Firma Thyrovanz hat auf Anfragen anfänglich vertröstet, einzelne Mitarbeiter wurden dann patzig, letztendlich wurde vom Chef, einem Herrn John Power, darauf hingewiesen, dass ja in den Versandrichtlinien vermerkt gewesen wäre, dass keine Garantie auf Lieferung und somit kein Anspruch auf Schadensersatz bestehe. Diesen Bedingungen hätte man bei Bestellung schließlich zugestimmt.

Nun, mag sein. Ich war einer der Besteller und kann mich daran nicht  explizit erinnern, und ich habe zumindest im Rahmen der Kontroverse beobachtet, dass es mehrmals Veränderungen auf der Webseite von Thyrovanz unter „Geschäftsbedingungen“ kam. Andere Kundinnen, mit denen ich Kontakt habe, hatten das auch nicht gewusst. Dann wurde die Nachricht herausgegeben, vorerst würde kein internationaler Versand mehr durchgeführt. Thyrovanz ist seither nur mehr in Neuseeland, Australien und den USA erhältlich. Schön war es nicht, wie diese Sache abgelaufen ist. Ich frage mich: Konnte man nicht im Vorfeld prüfen, ob man Schilddrüsenextrakt weltweit rezeptfrei anbieten und liefern kann, bevor man teure Werbung für Thyrovanz macht und weltweit bei Patientinnen Hoffnungen weckt?
Nun, zumindest europäische Patientinnen werden weiter auf diese gesunde, wohltuende Therapie verzichten müssen, bis die Firma Thyrovanz den Weg geht, der seit Jahrzehnten mit Schweineschilddrüse genutzt wird: Man kann sie per Rezept über die internationale Apotheke beziehen. Für einen höheren Preis, versteht sich, und nur auf ärztliche Billigung hin.

P.S.

Für eine Patientin gab es sogar ein juristisches Nachspiel. Die Packung Thyrovanz war am Zoll hängen geblieben. Dieser hatte das Regierungspräsidium verständigt, dass hier ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz vorliegen würde. Es handle sich um ein hormonhaltiges Präparat, und nicht um ein Nahrungsergänzungsmittel, wie von der Firma deklariert. Hormonhaltige Präparate seien rezeptpflichtig und dürften nur über Apotheken vertrieben werden. Die Schuld aber würde der Besteller tragen, die Patientin. Sie bekam ein Schreiben vom Regierungspräsidium, in dem sie vorgeladen wurde, um sich zu erklären. Es wurde eine Strafe von bis zu 20.000 EUR angedroht. Beim Termin dann erklärte die Patientin, dass sie keine Schilddrüse mehr habe und auf so ein Präparat angewiesen sei und schon mit Schilddrüsenextrakt vom Schwein behandelt gewesen war. Sie erwähnte, dass sie in meiner Betreuung sei und ich den Extrakt schon verschrieben hätte. So wurde auf eine Strafe verzichtet, die Verwaltungskosten von 7 EUR musste sie tragen, und die 160 EUR, die sie für die Packung Thyrovanz bezahlt hatte, die nie bei ihr eingetroffen war.

Schüßler-Salze für die Schilddrüse

Die Schilddrüse ist nicht nur die größte Hormondrüse des Körpers, sondern eines unserer wichtigsten Organe überhaupt, denn sie steuert unsere Gefühle, sie gibt uns Kraft und erlaubt uns dadurch überhaupt erst, aktiv am Leben teilzunehmen. Die konventionelle Medizin beschränkt sich bei Schilddrüsenproblemen darauf, entweder zu operieren oder die Schilddrüse durch Gabe von L-Thyroxin ersetzen zu wollen. Beides mag bei manchen Krankheitsbildern angezeigt sein. Die meisten Menschen aber leiden entweder an einer Hashimoto-Thyreoiditis, einer Entzündung der Schilddrüse mit der Gefahr der Selbstzerstörung, oder an gutartigen Schilddrüsenknoten – Krankheitsbilder, die von sanfteren Methoden oft weit stärker profitieren, was nicht nur zur Erhaltung des Organs, sondern auch zur Wiederherstellung seiner Leistungsfähigkeit führt. Eine gesunde Schilddrüse erlaubt uns, uns in unseren ganzen Fähigkeiten und Anlagen zu entfalten und ein reichhaltiges emotionales Leben zu führen.

Auf dem Weg zu einer heilenden Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten sind Schüßler-Salze ungemein wertvoll. Sie helfen dem Immunsystem, eine Entzündung rascher zu überwinden. Sie weichen harte Strukturen auf und erlauben so die Rückbildung harter Knoten. Sie verbessern den Jodstoffwechsel und helfen den Drüsenzellen bei der Hormonbildung. Sie greifen stabilisierend in unseren Gefühlshaushalt ein und können so die Wirkung der Schilddrüsenhormone unterstützen. Der nächste Schritt einer Heilbehandlung der Schilddrüse ist die Anwendung von Heilpflanzen und heilenden Essenzen auf der Halshaut direkt über der Schilddrüse, wodurch günstige Wirkungen auf Entzündungsprozesse und Knoten genommen werden können (siehe Kasten).

Der erste Schritt der Schüßler-Therapie ist die Gabe von Nr. 15 Kalium jodatum D6. Man nimmt 5 Tabletten täglich über den Tag verteilt über sechs Wochen. Dadurch wird der Jodstoffwechsel aktiviert, was sich günstig auf viele Knotenbildungen auswirkt und außerdem eine geordnete Abgabe von Schilddrüsenhormon in das Blut erreicht. Das kann sich günstig auf Überfunktions- wie auch Unterfunktionsbeschwerden auswirken, da die Leistung der Schilddrüsenzellen harmonisiert und optimiert wird.

Bei Hashimoto-Thyreoiditis gibt es zwei Stadien. Im Akutstadium leiden Sie an Überfunktionsbeschwerden wie Angst, Herzklopfen, Schwitzen, Schwäche. Im Spätstadium rutschen Sie in die Unterfunktion und sind dann müde, schlapp, und teilnahmslos. In beiden Fällen ist es sinnvoll, die Anfangskur mit der Nr. 15 zu machen. Außerdem gibt man im ersten Stadium Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12, Nr. 8 Natrium chloratum D6 und Nr. 12 Calcium sulfuricum D6, um die Entzündung zu lindern und den Wasserhaushalt zu stützen. Im Spätstadium finden sich hingegen schon Vernarbungen, Verhärtungen und Knotenbildungen, die den Schilddrüsenzellen „die Luft abschnüren“. Hier gibt man Nr. 15 Kalium jodatum D6 (um den Jodstoffwechsel dauerhaft im Lot zu halten), Nr. 1 Calcium fluoratum D12 (um harte Strukturen aufzuweichen) und Nr. 11 Silicea D12 (ein probates Mittel bei chronischen Entzündungen). Diese Mischung ist auch geeignet für harte Schilddrüsenknoten, die wohl durch Jodmangel entstanden sind. Sie hilft, die harten Strukturen der Schilddrüse (und der Seele) wieder aufzuweichen und sollte bei harten Knoten mindestens 3 Monate lang angewandt werden.

Bei den dramatischen Erkrankungen der Schilddrüse, dem Krebs, dem Morbus Basedow und dem autonomen Adenom, hat die Schüßler-Therapie nur begleitende Funktion. Hier sind Schilddrüsenblocker bei Überfunktion und die Operation und Bestrahlung vorrangig. Bei Überfunktion der Schilddrüse sollte man auch die jodhaltigen Schüßler-Arzneien Nr. 15 Kalium jodatum D6 und Nr. 24 Arsenicum jodatum D6 vermeiden, da bei Jodempfindlichkeit durch diese Arzneien eher noch eine Verschlimmerung der Beschwerden zu erwarten ist. Hilfreich hingegen sind alle Kalzium-Salze aus dem Kanon: Nr. 1 Calcium fluoratum D12, Nr. 2 Calcium phosphoricum D6, Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 und Nr. 22 Calcium carbonicum D6, da Kalzium Sicherheit und Stabilität vermittelt und dabei entkrampfend und beruhigend wirkt. Auch die Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6 hat hier unterstützende Wirkung, am Besten in der heißen Anwendung, bei der man 10 Tabletten in ein Glas heißen Wassers gibt.

Etwa ein Drittel der Deutschen haben Schilddrüsenknoten verschiedener Ausprägung. Manche sind dunkel, weil sie vor allem aus Flüssigkeit bestehen, andere können sogar verkalkt sein, weshalb man von Schilddrüsensteinen sprechen muss. Häufig ergibt sich ein buntes Bild von hellen und dunklen Knoten, bei denen der Arzt überprüfen muss, ob auch einmal ein bösartiger Knoten dahinter steckt. Über 90 Prozent der Betroffenen haben aber an sich harmlose Knoten, die auch nie bösartig werden, weshalb eine Operation nur dann sinnvoll ist, wenn sich Knoten rasch vergrößern und dann auf die Luftröhre drücken. Bei einem solchen Mischbild empfehle ich folgende Schüßler-Kur:

Nr. 1 Calcium fluoratum D12 (um harte Knoten aufzuweichen)

Nr. 8 Natrium chloratum D6 (weil dieses Salz Knoten auflösen kann, die durch Gram und Bitterkeit entstehen)

Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 (weil es Sicherheit gibt und Entzündungen stoppt)

Nr. 15 Kalium jodatum D6 (weil es den Jodstoffwechsel optimiert).

 

 

Weitere Einsatzgebiete der 12 Schüßler-Basissalze bei Schilddrüsenkrankheiten:

 

Nr. 1 Calcium fluoratum D12: Gegen harte Knoten und Narben nach Entzündungen der Schilddrüse

Nr. 2 Calcium phosphoricum D6: Bei Morbus Basedow und autonomem Adenom

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12: Bei jeder Form der Schilddrüsenentzündung und bei Krebs, um den Sauerstoffhaushalt zu verbessern und das Immunsystem zu aktivieren

Nr. 4 Kalium chloratum D6: Bei Schwellungen der Schilddrüse durch Entzündungen wie Hashimoto und Basedow

Nr. 5 Kalium phosphoricum D6: Bei nervlicher Erschöpfung im Rahmen von Überfunktionen

Nr. 6 Kalium sulfuricum D6: Als Leberstärkung bei entzündlichen Erkrankungen

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6: Als Entspannungssalz bei Überfunktion

Nr. 8 Natrium chloratum D6: Bei Entzündungen und Knoten, da es homöopathisch gegen Kummer und Gram angeht, Gefühle, die sich oft in die Schilddrüse eingraben

Nr. 9 Natrium phosphoricum D6: Bei Jugendlichen mit Schilddrüsenproblemen

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6: Bei Bluthochdruck im Rahmen einer Überfunktion

Nr. 11 Silicea D12: Bei Entzündungen und Verhärtungen der Schilddrüse, vor allem, wenn diese schon seit vielen Jahren bestehen

Nr. 12 Calcium sulfuricum D6: Ein weiterer Entzündungshemmer, der außerdem bei Überfunktion seelische Stabilität erreichen kann und bei Hashimoto und Basedow häufig zum Einsatz kommt

 

Weiterführende Literatur von Berndt Rieger:

Die Schilddrüse. Balance für Körper und Seele (Herbig Verlag)

Hashimoto und Basedow. Schilddrüsenkrankheiten ganzheitlich behandeln und heilen (Herbig Verlag)

Schilddrüsenknoten. Warum sie entstehen – wie man sie heilen kann (Createspace)

 

Die Schilddrüsenmassage

 

Die Schilddrüse liegt vorn am Hals unter dem Kehlkopf direkt unter der Haut und kann deshalb durch Lokalanwendungen erreicht werden. Öle von Heilpflanzen werden einmal täglich über 10 Minuten einmassiert – schonend bei Entzündungen, mit Druck bei harten Knoten, um diese aufzuweichen. Bei Hashimoto nehmen Sie Sanddornöl, bei harten Knoten Aprikosenöl und bei Morbus Basedow und autonomen Adenomen Nachtkerzenöl.

Noch schonender sind Wickel. Bei Schilddrüsenentzündung machen Sie Quarkwickel. Ein Esslöffel Quark direkt aus dem Kühlschrank abends auf die Schilddrüse gelegt, Plastikfolie darüber, um ein Austrocknen zu verhindern, mit einem Halstuch festgebunden und über Nacht belassen. Harte Knoten sprechen besser auf Gelee Royal an, das in gleicher Weise über Nacht aufgestrichen und abgedeckt wird. Ein Bienenwachswickel nachts auf der Schilddrüse erzielt ähnliche Wirkung.

 Weiterführende Literatur von Berndt Rieger:

Die Schilddrüsenmassage. Heilende Techniken bei Hashimoto-Thyreoiditis und Schilddrüsenknoten 

 

Hashimoto differenziert sehen

Seit dem Verkaufserfolg meines Buchs „Die Schilddrüse“ hat sich meine Arztpraxis als Schilddrüsenzentrum etabliert. Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet strömen nach Bamberg, um sich hier eine differenzierte Meinung zur Schilddrüse abzuholen. Sie fühlen sich von den behandelnden Ärzten oft nicht verstanden. Ich kann das gut nachvolllziehen. Vor einem Jahr stand ich vor einem Saal voller Kollegen, die vornehmlich die Schilddrüse behandelten und fühlte mich bald sehr isoliert. Es gibt in der Fachwelt keinen Respekt vor diesem Organ. Wenn es sich in geringster Weise verändert, wird es chirurgisch entfernt, oder zumindest mit der Gabe von Schilddrüsenhormon ausgeschaltet. 4 Millionen Deutsche schlucken L-Thyroxin! Und viele Tausend werden operiert und verlieren dabei die ganze Schilddrüse, oft aus nichtigsten Gründen! Ein ziemlicher Skandal!

Nach meiner Erfahrung ist die Schilddrüse eines der wichtigsten Organe überhaupt. Sie ist anderen Hormondrüsen übergeordnet, steuert sie mit. Und weil sie eine so zentrale Rolle beim Thema Kraft, Ich-Gefühl, Energie, Wohlbefinden spielt, ist es von zentraler Wichtigkeit, dieses Organ zu erhalten. Denn nur eine lebendige Schilddrüse kann sich dem Bedarf anpassen, den der Körper hat, und ihn so warm und feucht machen, wie er es braucht, und jeder Zelle das Maß an Aktivität vermitteln, das für Stoffwechsel, Empfindungen und vieles andere mehr notwendig ist.

Viele Krankheiten hängen mit einer fehlerhaften Schilddrüsenfunktion zusammen und würden erst gar nicht auftreten oder bald wieder verschwinden, wenn man die Schilddrüse so vital und ungeschoren ließe, wie sie es verdient. Leider stopft die Nahrungsmittelindustrie Gifte in unser Essen, die die Schilddrüse lähmen. Leider ist auch die Umweltverschmutzung besonders mit Schwermetallen eine üble Sache, die unsere Schilddrüse wieder und wieder korrigieren muss. Wenn man sieht, wie widerstandsfähig dieses Organ ist und zugleich wie schwingungsfähig es gegenüber Anpassungen bleibt, kann man es nur bewundern.

Kommen wir nun zur wichtigsten Entzündung der Schilddrüse, dem Morbus Hashimoto. Derzeit Modekrankheit Nummer 1. Einerseits zu Recht. Fast jeder 10. Deutsche hat Antikörper gegen Schilddrüsengewebe. Antikörper, die eine Hashimoto-Entzündung hervorrufen können. Andererseits ist eine schon im Ultraschall sichtbare Entzündung des Organs mit Schwellung, Dunkelwerden einzelner Abschnitte, und dem Aufbrechen von Organstrukturen schon viel seltener. Vielleicht sieht man so etwas bei jedem 200. bis 300. – so meine Schätzung. Und ein völliges sich Auflösen der Schilddrüse bei Hashimoto ist sehr selten. Vielleicht kommt das in einem von tausend Fällen vor, wo Antikörper vorliegen.

Wenn ich also von differenzierter Betrachtung der Krankheit rede, dann ist es mir wichtig, einerseits das Problem der Ärzte zu sehen, die eine Hashimoto ohnehin als unheilbar einstufen und die Patienten mit L-Thyroxin abspeisen, das nicht selten zu Überfunktionserscheinungen wie Herzrasen, Schwindel, Benommenheit, Durchfall, Ängste u.s.w. führt. Eigentlich sollte man ja das Schilddrüsenhormon erst geben, wenn die Schilddrüse schwach geworden ist und das TSH (der Messfühler des Körpers, der eine Unterfunktion anzeigt) immer weiter ansteigt. Daran hält sich leider fast kein Arzt. Manche TSH-Faschisten bestehen darauf, dass jeder Patient in TSH von 1,0 hat und wundern sich dann, wenn sie lauter unglückliche Patienten haben, die falsch eingestellt sind. Denn die Normwerte vom TSH sind nicht entstanden, weil man eines Tages erkannte, dass jeder gesunde Mensch ein TSH von 1,0 hat. Sondern man untersuchte mehrere hunderte Gesunde, und davon hatten manche 0,5 TSH und andere 2,5 und selten auch welche 4 – und alle waren GESUND!!! Deshalb kann der „richtige“ TSH-Wert nur selten 1,0 sein, sondern „richtig“ wird er erst, wenn sich der Mensch mit seinem TSH-Wert wohl fühlt. Da ist es in den meisten Fällen dann relativ nebensächlich, wie hoch dieser dann ausfällt.

Und unangenehm ist außerdem,  wie häufig eine Hashimoto operiert wird. Prinzipiell besteht dazu kein Anlass, denn im schlimmsten Fall löst sich das Organ ohnehin von selbst auf. Und sonst wird es nicht schaden. Da es aber sehr selten bösartige Tumore in dieser Entzündung gibt, wird jeder ein bisschen auffällige Knoten gleich zum Anlass für ein chirurgisches Eingreifen. Eine tragische Sache, wenn man bedenkt, dass Entzündungsschübe auch ein knotiges Bild abgeben können und in den meisten Fällen dann bei der OP ohnehin kein Tumor gefunden wird. Aber wenn das Organ mal weg ist, lohnt es sich nicht mehr, darüber zu reden. Und leider kann man es dann auch nicht mehr behandeln.

Ich halte viel von der Naturheilkunde und bin immer wieder verblüfft, wie stark Knoten in der Schilddrüse schrumpfen oder sich auflösen können. Oder wie eine Autoimmunerkrankung wie die Hashimoto-Thyreoiditis völlig zur Ruhe kommen kann, die Antikörperspiegel in den Keller sinken und das Ultraschallbild wieder das einer normalen Schilddrüse wird. Und wie die Menschen, die unter dieser Fehlfunktion gelitten haben, wieder kraftvoll und freudig im Leben stehen. Ich halte die Hashimoto also durchaus für heilbar und kann schon in meiner eigenen Praxis mehrere hunderte Fälle für diese Behauptung anführen. Es macht mir große Freude, diese Menschen zu behandeln und ich bin immer wieder positiv überrascht, wie sich Menschen, die depressiv verstimmt oder schwach waren, sich bei so einer Heilung wie aus einer Verpuppung befreien und ein strahlender Schmetterling werden.

Ungeachtet dieser Worte möchte ich aber auch Menschen, die Autoantikörper haben und die Diagnose Hashimoto gestellt bekommen haben, sich nicht in diese emotional hineinfallen zu lassen und dabei die Chance auf Heilung von Krankheitsbildern zu gefährden, die mit der Hashimoto gar nichts zu tun haben. Sehr häufig kommen nämlich Menschen zu mir, die ihre Beschwerden auf eine Hashimoto zurückführen und die Untersuchung zeigt dann, dass sie vielleicht diese Entzündung in kleinen Spuren haben, das Problem aber ganz wo anders liegt. Das ist die Problematik, wenn ich mitunter gegen „Hashis“ anschreibe, die in Internetforen Symptome zerpflücken, sich dabei auch manchmal gegenseitig eine Stütze sind. Und doch – vermute ich zumindest – sind sie hier oft auf dem falschen Weg. Denn Hashi ist nicht gleich Hashi. Wir haben die Extremform eines Menschen, der sehr hohe Antikörperspiegel hat und viele Beschwerden und auch im Ultraschallbild eine Auflösungstendenz der Schilddrüse zeigt. Hier sind alle geisten, seelischen und körperlichen Beschwerden mit hoher Wahrscheinlich Ausdruck der Erkrankung. Sehr oft aber gibt es Menschen mit sehr geringer Antikörpertätigkeit und einer im Ultraschall normalen Schilddrüse, die an Ängsten leiden, oder Fehlfunktionen von Organen, die depressiv sind oder sich schwach fühlen – und dabei eine ganz andere Krankheit haben, die dafür verantwortlich ist. Und die dann mitunter einen Weg beschreiten, der über viele Jahre geht, in denen sie krank sind und nicht wirklich leben und sich damit zufrieden geben, eben eine Hashi zu haben und unheilbar zu sein und das ist eben so.

Hashimoto differenziert sehen ist eine Anforderung an die Ärzte, die eine gute Diagnostik machen müssen, gut beraten, und in Bezug auf ihre Heilmittel breit aufgestellt. Nach meiner Erfahrung reagiert die Schilddrüse oft blendend auf sanfte Arzneien wie Schüßler-Sale und Homöopathie, weshalb man hier ganz ohne ideologische Scheuklappen herangehen sollte. Aber auch Heilpflanzen, Aromatherapie bis hin zu Pharmazeutika können in Frage kommen nebst Energiearbeit, psychologische Heilverfahren, Kälte- und Wärmeanwendungen und vieles mehr.

Hashimoto differenziert sehen heißt aber auch, als Patient die eigenen Beschwerden kritisch zu hinterfragen, und der Hashimoto nur das „zuzuschieben“, wofür sie auch verantwortlich ist. Das bedeutet das auch, offen für weitere Untersuchungen oder Erfahrungen zu bleiben. Und es bedeutet, auf die Eigenverantwortung nicht zu vergessen, die man für sein Leben hat. Man muss es oft gestalten und dabei Widerstände überwinden, damit man sich wieder besser und stärker fühlen kann. Wird aber die Krankheit zur Entschuldigung dafür, sein Leben nicht mehr gestalten zu wollen oder zu können, wird man der Schilddrüse nicht gerecht. Denn sie ist ein verdammt zähes Organ, das immer wieder über Lösungsmöglichkeiten „nachdenkt“ und oft auch noch im schwer kranken Zustand bereit ist, einem über Lebenskrisen hinwegzuhelfen.

Wann ist eine Schilddrüse mit Hashimoto gesund?

Seitdem ich vor drei Jahren mit meinem Ratgeber „Die Schilddrüse“ an die Öffentlichkeit getreten bin, besuchen mit Patienten mit der Hashimoto-Thyreoiditis aus ganz Deutschland. Die häufigste Frage, die sie dabei stellen ist: Ich habe eine Hashimoto-Erkrankung. Wie weiß ich, wie gefährlich sie ist? Muss ich befürchten, dass sie sich unter dieser Entzündung innerhalb eines Jahres auflöst? Hilft es, diesen Prozess mit der Gabe von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) zu verzögern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Die Hashimoto-Erkrankung tritt in krisenhaften Lebenssituationen auf. Wenn diese sich wieder auflösen, lässt in den meisten Fällen auch der Entzündungsprozess nach, bis er sich wieder ganz verflüchtigt. Eine Hashimoto zu haben ist genauso eine Dauerdiagnose wie Bandscheibenvorfall. Wichtig ist es, solche Erkrankungen im Akutfall gut zu behandeln. Je länger sie zurückliegen, desto harmloser sind sie auch.

Leider gibt es unter Ärzten keine Übereinstimmung darüber, wie aktiv die Hashimoto-Erkrankung ist. Vor einer Weile hielt ich einen Vortrag vor Kollegen in Wuppertal über die ganzheitliche Behandlung der Schilddrüse, und in einem Saal zahlreicher erfahrener Ärzte gab es die unterschiedlichsten Wortmeldungen zum Thema. Da sind welche, die meinen, die Schilddrüse sei dem Untergang geweiht, egal, was man tut. Andere sagen, wenn die Antikörper hoch sind, sei das egal, Hauptsache, dem Patienten gehe es gut. Und andere sagen, dass hohe Antikörper eine Katastrophe sind. Übereinstimmung herrscht zumindest unter Schulmedizinern vor allem darüber, dass man nichts machen kann außer Schilddrüsenhormon zu geben, wenn die Schilddrüse kaputt ist, und sich bei der Nahrung mit jodhaltigen Speisen wie Seefisch oder Jodsalz zurückzuhalten.

Meine Meinung dazu: Die Höhe der Antikörperspiegel (TPO-AK (MAK) und TAK) sagen aus, wie schwerwiegend die Krankheit ist. Ein TPO von 5000 U/ml ist schlecht, eines von 60 sehr gut, wenn auch nicht im Normbereich. Wenn man die Spiegel herunter kriegt, geht es den Menschen gut. Sonst nicht. Wer über Jahre einen niedrigen Spiegel hat, ist geheilt.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist heilbar. Entweder die Krankheit brennt von selbst aus, weil die Betroffenen ihre Lebenskrise überwinden oder manchmal auch einfach, weil sie jodarm essen. Oder sie verbessert sich, wie ich zu beobachten meine, durch Homöopathie und Schüßler-Salze. Welche Mittel da zur Anwendung kommen, muss der Arzt oder Heilpraktiker herausfinden. Schön ist es aber immer wieder zu sehen, wie schnell manchmal von einem gut gewählten Mittel eine Verbesserung der Beschwerden auf aller Linie eintritt und dabei auch die Antikörperspiegel heruntergehen.