Wann ist eine Schilddrüse mit Hashimoto gesund?

Seitdem ich vor drei Jahren mit meinem Ratgeber „Die Schilddrüse“ an die Öffentlichkeit getreten bin, besuchen mit Patienten mit der Hashimoto-Thyreoiditis aus ganz Deutschland. Die häufigste Frage, die sie dabei stellen ist: Ich habe eine Hashimoto-Erkrankung. Wie weiß ich, wie gefährlich sie ist? Muss ich befürchten, dass sie sich unter dieser Entzündung innerhalb eines Jahres auflöst? Hilft es, diesen Prozess mit der Gabe von Schilddrüsenhormon (L-Thyroxin) zu verzögern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Die Hashimoto-Erkrankung tritt in krisenhaften Lebenssituationen auf. Wenn diese sich wieder auflösen, lässt in den meisten Fällen auch der Entzündungsprozess nach, bis er sich wieder ganz verflüchtigt. Eine Hashimoto zu haben ist genauso eine Dauerdiagnose wie Bandscheibenvorfall. Wichtig ist es, solche Erkrankungen im Akutfall gut zu behandeln. Je länger sie zurückliegen, desto harmloser sind sie auch.

Leider gibt es unter Ärzten keine Übereinstimmung darüber, wie aktiv die Hashimoto-Erkrankung ist. Vor einer Weile hielt ich einen Vortrag vor Kollegen in Wuppertal über die ganzheitliche Behandlung der Schilddrüse, und in einem Saal zahlreicher erfahrener Ärzte gab es die unterschiedlichsten Wortmeldungen zum Thema. Da sind welche, die meinen, die Schilddrüse sei dem Untergang geweiht, egal, was man tut. Andere sagen, wenn die Antikörper hoch sind, sei das egal, Hauptsache, dem Patienten gehe es gut. Und andere sagen, dass hohe Antikörper eine Katastrophe sind. Übereinstimmung herrscht zumindest unter Schulmedizinern vor allem darüber, dass man nichts machen kann außer Schilddrüsenhormon zu geben, wenn die Schilddrüse kaputt ist, und sich bei der Nahrung mit jodhaltigen Speisen wie Seefisch oder Jodsalz zurückzuhalten.

Meine Meinung dazu: Die Höhe der Antikörperspiegel (TPO-AK (MAK) und TAK) sagen aus, wie schwerwiegend die Krankheit ist. Ein TPO von 5000 U/ml ist schlecht, eines von 60 sehr gut, wenn auch nicht im Normbereich. Wenn man die Spiegel herunter kriegt, geht es den Menschen gut. Sonst nicht. Wer über Jahre einen niedrigen Spiegel hat, ist geheilt.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist heilbar. Entweder die Krankheit brennt von selbst aus, weil die Betroffenen ihre Lebenskrise überwinden oder manchmal auch einfach, weil sie jodarm essen. Oder sie verbessert sich, wie ich zu beobachten meine, durch Homöopathie und Schüßler-Salze. Welche Mittel da zur Anwendung kommen, muss der Arzt oder Heilpraktiker herausfinden. Schön ist es aber immer wieder zu sehen, wie schnell manchmal von einem gut gewählten Mittel eine Verbesserung der Beschwerden auf aller Linie eintritt und dabei auch die Antikörperspiegel heruntergehen.

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